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VeitFAQ #06 - 5 Fragen. 5 Antworten.

Author Robert Ampoitan
Date 17 Mai 2021
Category VeitFAQ
VeitFAQ 5 Fragen 5 Antworten Blog Veit Lindau

Transkript


Thomas: 

Hallo und herzlich willkommen! Grüß dich lieber Veit, heute beim VeitFAQ Nummer 6.


Veit: 

Hallo Thomas, hallo ihr Lieben!


Thomas:

Weitere zwei Wochen sind vergangen und uns haben wieder einige Fragen erreicht. Wirklich klasse! Macht weiter so, dann können auch wir weitermachen! Besten Dank dafür. Lasst uns loslegen mit Frage Nummer eins.

Dir liegt etwas auf der Zunge oder du wolltest schon immer etwas von Veit wissen? Dann hast du jetzt die Gelegenheit dazu.

Frage 1: Veit, was macht dir Angst?


Veit: 

Super Frage! Zwei Sachen: Also erst einmal, ich bin nicht so der Angst Typ. Ich komme relativ selten mit meiner Angst in Kontakt. Aber zwei Sachen machen mir wirklich Angst:

Das ist einmal die Vorstellung, irgendwann – und der Punkt wird kommen – meine Liebsten zu verlieren. Das ist ein Klopper.

Und Sterben. Und wenn ich “sterben” sage, meine ich jetzt nicht den physischen Tod – den kann ich mir eh nicht vorstellen. Aber zum Beispiel ins Nichtsein rein zu sterben, in die Bedeutungslosigkeit rein zu sterben. Also so diese kleinen Tode. Das macht mir Angst.

Und vielleicht noch was – aber das hat sich eher im Laufe der Zeit in Respekt umgewandelt – also ich hab einen großen Respekt, was die Verantwortung meiner Arbeit betrifft. Früher hab ich Angst gehabt diese Verantwortung zu missbrauchen und habe aber gemerkt, dass diese Angst mich dann lähmt und nicht dazu führt, dass ich wirklich meine Flügel voll ausbreite und jetzt mittlerweile ist diese so einem gesunden Respekt gewichen.


Thomas: 

Die Angst vor dem „nicht mehr da sein“: Das ist etwas, was Ich glaube, dich sehr, sehr stark beflügelt, das zu tun, was du tust – etwas zu schaffen, was bleibt, oder?


Veit: 

Ne, das glaub ich nicht. Das ist irgendwie ein Auftrag. Das ist so, wie… Weißt du, hier ist was in der Pipeline und das muss abgesetzt werden. Also das verbinde ich damit nicht. Diese Angst ist eher… die lässt mich manchmal hyperaktiv sein. Oder die lässt mich manchmal einen Moment der Stille vermeiden. Genau, so würde ich das sagen.

Es ist nicht mal die Angst vor dem “Nichts-sein”, weil ich kenne das “Nichts-sein” – aus der Meditation zum Beispiel. Aber dieser Moment davor, weißt du? Andrea und ich, wir nennen das “abkratzen”. Du hast gerade eben noch zu tun gehabt, du sitzt da und plötzlich merkst du “okay, du kannst jetzt ablenken oder du gehst in dieses Nichts”. Und dieser Moment davor, das mein ich mit sterben. Diesen Moment von wirklich so… “ahh”… wenn ich dann loslasse, ist es total schön.

Vor anderthalb Jahren war ich für einen Monat in Thailand im Dschungel. Habe mich mal komplett rausgenommen. Und das war einfach krass zu sehen wie ich an den ersten zehn Tagen rotiert habe: “Wer bin ich? Wer bin ich, wenn ich kein Buch schreibe? Wer bin ich, wenn ich keinen Kurs aufnehme?” Und dann irgendwann dieses Droppen und dieses einfach nur noch da sein – und das ist dann schön.


Thomas: 

Das heißt mal ohne Ablenkung zu leben; wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe?


Veit: 

Also ich meine das ist ja sehr tricky, weißt du. Du kannst ja alles als Ablenkung missbrauchen: Du kannst Essen als Ablenkung missbrauchen, du kannst Medien… Bücher lesen etc. Aber zu diesem Punkt, wenn du ehrlich mit dir bist und weißt “okay, eigentlich geht’s gerade darum zu sterben”. Also sterben hat für mich ganz viele verschiedene Dimensionen. Also zum Beispiel Recht haben loszulassen ist für mich auch ein Sterbeprozess. Meine Erwartungen an die Welt loszulassen, wie ich die Welt gerne hätte, ist ein Sterbeprozess. Meine Erwartung an mich loszulassen. Oder eben zum Beispiel in einem Moment, wenn ich merke: „Ne, das ist jetzt gerade nicht diese wirklich authentische Arbeit aus dem inneren Ruf heraus.“. Sondern dass die Schaufel, die ich jetzt gerade auflegen will, das mache ich, weil ich nicht zur Ruhe kommen will.


Thomas: 

Aber wenn du in diesem Sinne es als sterben betrachtest, dein Recht beispielsweise aufzugeben – gegenüber der Andrea oder sonst wem – dann entsteht ja auch irgendwo anders eigentlich wieder Leben. Weil du ja letztendlich ein Gedanke oder dieses Gefühl oder eben dieses Rechthaberische aufgibst für etwas Neues.


Veit: 

Totally. Deswegen glaube ich ja, dass es total Sinn macht mit Sterben nicht drauf zu warten, bist du physisch stirbst. Also ich hab mich mit einigen Sterbebegleiterinnen unterhalten und die haben alle gesagt: “Hey, du siehst das so – in diesem Sterben – ob dieser Mensch im Vorfeld bereits gelernt hat zu sterben oder ob er das die ganze Zeit weggeschoben hat.”.

Das klingt erst einmal vielleicht morbide… Also ich sehe mein Leben tatsächlich als einen konstanten Sterbeprozess an. Das heißt, ich bin nicht hier, um ganz viel zu bekommen, weil ich kann es ja eh alles nicht mitnehmen. Sondern, ich bin hier um ganz viel zurück… loslassen, loslassen, loslassen, loslassen. Und wenn du nur das in der Mini-Version machst, zum Beispiel beim Thema Recht haben, oder – keine Ahnung – zum Beispiel in der Meditation wirklich mal in dieses Nichts zu gehen. Logisch, da machst du genau die Erfahrung. Es geht immer weiter. Und das wiederum glaube ich bereitet uns auf eine gute Art und Weise für den großen Abschied am Schluss vor. Weil auch das wird logischerweise nicht das absolute Ende sein.


Thomas: 

Okay, harter Cut zum Thema Sterben.

Frage 2: Wie gelingt es dir dein Ego zu reduzieren – Mitgefühl auch für schwierige oder herausfordernde Menschen aufzubringen? Fragt Vanessa.


Veit: 

Mit Ego reduzieren kann ich nicht so viel anfangen. Ich steh eher darauf mein Ego wie so ein Tier zu betrachten, was jeder von uns an die Seite bekommen hat, was auch wirklich seinen wertvollen Nutzen hat. Aber das wäre eine andere Geschichte.

Also für mich geht es eher darum, das Ego zu entspannen. Also wirklich willentlich zum Beispiel zu sagen: “Okay, ich möchte mich jetzt auf diesen Menschen einlassen.”. Und davor steht für mich ganz häufig, dass ich möglichst achtsam und ehrlich wahrnehme, wenn ich zum Beispiel blocke. Also, wenn ich zum Beispiel merke: „Boah, will ich gerade nicht.“. “Ich will mich gerade auf diesen schwierigen Menschen nicht einlassen.”. Dann braucht es eine bewusste Wahl. Eine bewusste Wahl zu sagen: “Doch – als mein Bruder, als meine Schwester – ich will das jetzt, ja.”. Und was mir dann hilft, ist, dass ich selbst total schwierig bin. Also ganz simpel: Wir drücken zwar unsere Neurosen alle anders aus, aber ich bin echt… Ich hab einen komplizierten Charakter und ich habe es mir und meinen Mitmenschen an vielen Stellen nicht leicht gemacht. Das heißt, ich hab nicht so eine Arroganz in mir zu sagen: „Was bist denn du für ein Dösel.“. Sondern, wenn ich dann „Ja“ sage, dann hab ich auch wirklich Lust da einzutauchen, das zu verstehen. Also warum hat diese Psyche gerade dieses Muster entwickelt?


Thomas:

Das heißt, du gehst da eher analytisch ran? Analysierst du die Menschen, die dir gegenüberstehen?


Veit: 

Beides, beides. Also liebend. Ich glaube Liebe ist das, was wir alle am allermeisten brauchen. Einfach das Gefühl, dass wir willkommen sind, so wie wir sind. Aber ich gehe davon aus – also zumindest die Menschen, die zu uns kommen – die suchen ja schon meistens nach einer neuen Lösung. Und wenn du nun mal das Ego nicht bekämpfst, sondern wenn du von einem Punkt ausgehst – egal wie bekloppt ein Muster von außen aussieht; es war die bisher intelligenteste Art wie dieser Mensch auf seine Umgebung antworten konnte. Und da reinzugehen, die Logik dahinter zu verstehen, die psychologische Ökologie zu verstehen. Also: “Warum macht das dieser Mensch? Warum macht er das in einem Augenblick, wo er eigentlich aufmachen sollte? Warum haut er voll rein und macht wieder alles kaputt?”. Das ist auch, finde ich, eine ultra spannende Detektivarbeit.


Thomas: 

Analysierst du dich selber auch?


Veit: 

Viel. Logisch. Ja, ja, klar. Also muss ich auch. Weil sonst stehe ich mir und all den Leuten, die zu uns kommen, im Weg. Punkt.

Frage 3: Viele von uns haben ja immer irgendwie ein Ort, wo sie sich wohlfühlen, wo man sich zurückziehen kann – genannt “Happy Place”. Wo ist dein “Happy Place”?


Veit: 

(lacht) Mein Bett. Oder besser gesagt der Raum hier generell. Da gibt’s noch eine weitere Ecke, aber das zeig ich nicht, das ist Privatsphäre, das ist mein Bett. Und das ist so alles für mich: Da schlafe ich. Da Meditiere ich. Da schreibe ich mein Buch. Ja, genau. Und gegenüber steht eine große Palme. Genau, das ist mein Happy Place.


Thomas: 

Okay, du schreibst Bücher in deinem Bett?


Veit: 

Ja, meist.

Thomas: 

Okay, prima.

Frage 4: Kommt von Laura: Warum lebst du ausschließlich in einer monogamen Beziehung und nicht zum Beispiel seriell monogam oder in einer komplett offenen Beziehung? Danke und viele Grüße.


Veit: 

Tolle Frage, liebe Laura. Und sicher eine der Fragen, die uns alle bewegt, wenn wir eine Beziehung gehen. Also, ich versuch’s kurz zu fassen.

Ich habe am Anfang der Beziehung mit Andrea experimentiert, mit verschiedenen Möglichkeiten. Das heißt, ich habe auch mit anderen Frauen geschlafen, etc. Und hab aber versucht, so genau wie möglich herauszufinden: “Was suche ich, was suche ich denn eigentlich wirklich darin? Und, bekomme ich das?”. Und ich habe für mich festgestellt, dass ich lange Zeit gedacht habe, dass sexuell, also alles tun zu können – Sex – dass das Freiheit wäre. Aber für mich persönlich – und ich kann nur für mich sprechen, das ist für andere ganz anders – ist es ist nicht Freiheit, sondern das ist biologischer Imperativ, dem ich dann folge. Den ich mir nett erklären kann mit: „Ja, ich teile ja Liebe etc.“. Aber ich kann mit jeder Frau dieser Welt wunderbar Liebe teilen ohne mit ihr ins Bett zu gehen. Und mir war es einfach ganz wichtig mich nicht aus Treue zu entscheiden, um Andrea zu schonen oder um Konflikten aus dem Weg zu gehen, sondern – wenn überhaupt – weil es für mich total Sinn macht.

Wie gesagt, der eine Wert ist Freiheit. Ich möchte nicht am Ende meines Lebens sagen können: “Ich habe mit ganz, ganz vielen Frauen gepennt.”. Sondern ich möchte sagen: “Ich bin neben einer Frau erwacht – in immer tiefere Dimensionen von Liebe, von Sexualität, von Eros.”. Und dann kam aber noch ein ganz wichtiger Punkt dazu: Ich fühle eine ganz große Verantwortung in meiner Funktion als Lehrer. Und ich habe etliche Lehrer gehabt, die mit dieser Energie sehr viel gespielt haben.


Thomas: 

Wie meinst du das?


Veit: 

Also ich sag jetzt mal, für mich fängt Sex lange lange vorm Vögeln an. Also Sex ist einfach schon allein eine ganz bestimmte Art zu flirten; eine ganz bestimmte Art mit jemanden zu tanzen. Und etliche dieser Lehrer sind aber noch weitergegangen, die haben gesagt: „Ich schlafe oft mit den Frauen, die mich interessieren.”. Und ich hab einfach gesehen, dass das zu einer krassen – also einer wirklich, wirklich krassen – Konfusion geführt hat in diesen Menschen. “Worum geht’s hier gerade wirklich?”. Und ich möchte gerne meine Arbeit so sauber wie möglich halten.


Thomas: 

Also du vermischst eher nicht die Arbeit mit dem Beruflichen?


Veit:

Das habe ich nicht verstanden. Arbeit mit dem Beruflichen?


Thomas: 

Naja, als Lehrer sagst du ja, du möchtest das trennen – als Vorbild sozusagen. War jetzt für mich nicht ganz klar, ob du es generell dann immer trennst oder nur in der Funktion – deiner Verantwortung gegenüber.


Veit: 

Ah okay, jetzt kriege ich den Punkt. Ich trenne das immer. Ich trenne das immer, weil ich… Also erstens für mich gibt’s nicht wirklich Arbeit und Privatleben. Und nochmal: Also sexuelle Freiheit ist für mich, alles zu fühlen. Also wir sind alle Resonanzkörper. Und ich fühle ganz viel. Das heißt, wenn ich zum Beispiel jetzt gleich – wir sind jetzt gleich mitten im Frühling – ich meine, dann fühle ich meist mehr. Ich fühle einfach Eros. Ja, ich fühle den Eros in den Blüten. Aber ich kann auch sehen, wie mein männliches Stammhirn anfängt noch mehr auf weibliche Körper anzuspringen, etc. Und das ist für mich total okay. Das darf und das will gefühlt werden. Und es ist auch ganz, ganz schön das zu fühlen – erotische Anziehungskraft. Nur für mich ist der Switch, wenn es in eine Fantasie geht. Ja, wenn es in eine Fantasie geht. Oder was, wenn… und da bin ich sehr klar. Also der Weg ist einfach nur in eine Richtung offen und die heißt Andrea.


Thomas: 

Wow, das muss wirklich tief von innen kommen.


Veit: 

Ja, genau. Ich weiß auch nicht, ob… Andrea und ich betonen das auch immer wieder, also wir maßen uns überhaupt nicht an zu sagen, dass das der Weg für alle ist. Ich glaube, dass wir einfach… Andrea und ich, wir haben auch… wir haben so was… wir sind so Vieles füreinander: Wir sind Geliebte füreinander. Wir sind aber auch irgendwie wirklich so spirituelle Bruder und Schwester füreinander. Irgendwie ist unser Leben auch so ein bisschen wie “wir sind zusammen in einem Kloster” und “wir teilen Business miteinander”. Und für andere kann es voll anders sein. Und für mich war es zum Beispiel extrem wichtig, damit zuerst einmal zu experimentieren, weil ich kenne mich. Wenn ich, wenn ich das nicht gemacht hätte, dann würde ich jetzt wahrscheinlich immer noch drüber mindfucken, ob und ob nicht doch, und ob das nicht der Weg wäre.


Thomas: 

Also umgangssprachlich sagt man ja auch dazu: “Die Hörner abstoßen.”. Um zu wissen: „Okay, es ist mal eine Zeitlang ganz schön, aber jetzt besinne ich mich doch auf meine Werte.“.


Veit: 

Ja, also meine Hörner habe ich nicht abgestoßen, die habe ich mitgenommen.

Thomas: 

(lacht) 

Veit: 

Aber ich möchte halt auch nicht – bei Menschen, die zum Beispiel nicht damit experimentiert haben – das Gefühl auslösen: „Ey, ich muss das unbedingt.“. Ich glaub da muss jeder von uns irgendwie so voll seinen Weg finden.

Noch etwas Drittes – und ich weiß nicht, ob das nur so ein Mann-Ding ist – aber bis jetzt hatte ich das Gefühl, dass Männer da mehr in Resonanz gehen, wenn ich darüber spreche. Also, Sexualität ist eine enorme schöpferische Kraft. Und ich beobachte einfach, dass Männer, die viel spielen auf der Ebene, einfach auf anderen Ebenen oft ihren Shit nicht wirklich auf der Reihe haben. Und für mich persönlich ist das eine sehr existenzielle Frage für jeden Mann: „Was will ich mit dieser schöpferischen Kraft machen?“.

Also ich, zum Beispiel, schreibe zutiefst erotisch meine Bücher. Also da ist ganz, ganz viel von meinem Eros drin. Meine Arbeit ist zutiefst erotisch. Und ich wüsste zum Beispiel, wenn ich jetzt anfangen würde… Also, eine Frau halte ich schon für ein sehr komplexes und herausforderndes Unternehmen/Unterfangen. Wenn ich jetzt anfangen würde, mehrere Beziehungen zu mehreren Frauen zu führen, ich wäre einfach abgelenkt. Punkt. Das ist ganz simpel.

Frage 5: Wenn Reinkarnation ganz sicher wirklich wäre, wo und als was würdest du gerne die Welt wieder betreten?


Veit: 

(denkt nach) Ich möchte gern in diesem Leben an den Punkt kommen, dass ich mir das nicht mehr wünsche, sondern wirklich zutiefst und aufrichtig sagen und fühlen kann: “Sendet mich einfach dorthin, wo ich am besten gebraucht werde.”.

Also ich möchte gern dahin kommen – das ist mein großes Ziel für dieses Leben – dass ich, was die Person Veit Lindau betrifft, einfach satt bin. Dass ich erfüllt bin. Und dass es wirklich jetzt an der Stelle dann einfach darum geht, wie ein Bodhisattva zu dienen. Und ich bitte, dass alle, die das jetzt gerade hören, nicht so zu verstehen, dass ich behaupte, dass ich da schon bin, sondern dass ist für mich so ein sehr, sehr hohes Ziel für mich in diesem Leben.


Thomas: 

Wann bist du satt?


Veit: 

Immer mehr, immer mehr. Also ich hatte vor bestimmt noch 10 Jahren hätte ich gedacht ich werde bestimmt nie satt. Ja, weil ich wirklich auch ganz viele Sachen habe, die mich interessieren etc. Und ist auch immer noch so. Aber da ist so eine Grund-Sättigung was ganz viele Dinge betrifft. Und das fühlt sich cool an. Ich glaube zutiefst daran, dass es möglich ist, innerhalb von einem Leben an den Punkt zu kommen, dass du irgendwann spürst: „Und jetzt reicht’s. Jetzt reicht’s. Ich bin erfüllt.“.


Thomas: 

Redest du von Weisheit, innerem Frieden?


Veit: 

Alles. Ich kann’s nicht beweisen, aber ich glaube, dass jeder von uns einen Auftrag hat. Also ich glaube zutiefst an Reinkarnation. Für mich macht das viel mehr Sinn, als nicht daran zu glauben. Aber so einfach von meinem Gefühl her, was ich erlebe oder was ich beobachte bei den Menschen und unserer Arbeit… ich glaube, dass wir… also wir kommen alle mit Gaben. Wir kommen alle mit Gaben und wir kommen mit Aufträgen. Und wenn wir diese Aufträge absetzen, dann ist einfach etwas erfüllt. Dann ist das so wie: “Okay, der Sinn dieses Spieles ist erfüllt.”. Und das geht ganz sicher auch mit einer Form von Weisheit einher. Und von einem inneren Frieden. Aber auch so ein… nicht mehr… nicht mehr jede Schlacht gewinnen zu müssen. Da einfach zu sehen, diese Schlachten auf diesem Planeten sind eh unendlich. Du kannst dir immer wieder neue Ziele stellen.

Thomas: 

Es geht immer weiter.

Veit: 

Es geht immer weiter und dahinter gibt’s etwas, was viel, viel viel viel viel spannender ist.


Thomas: 

Auch bei uns geht’s weiter. Vielen Dank dir Veit! Das war VeitFAQ Nummer 6. Wenn ihr Fragen habt, schickt sie gerne an veitfaq@veitlindau.com oder kommentiert auch direkt in den Social-Media-Kanälen.

Hat mich gefreut. Und ich freue mich bereits auf nächstes Mal. Veit, liebe Zuschauer und Zuschauerinnen, bleibt gesund und bis zum nächsten Mal. Adieu.


Veit: 

Ciao! Alles Gute für euch!