Meditation

Warum Meditation aus unserer Sicht in den kommenden Jahren überlebensnotwendig werden wird. Wie dir eine tägliche Meditationspraxis in fast allen Bereichen deines Lebens und im Alltag enorm weiterhelfen kann und wie du sie einfach erlernst.

1. Einleitung: Meditation lernen | einfach erklärt

Meditation ist schon lange keine exotische Randdisziplin für Esoteriker oder Yogis, Yoga-Praktizierende, mehr. Die Wissenschaft bestätigt schon seit Jahren, dass Meditation und Yoga enorme positive, geistige, emotionale Veränderungen und Vorteile für deine Gesundheit auslösen kann. Dabei spielt die Form der Meditation gar keine so große Rolle.

Für dein Wohlbefinden und auch deinen Erfolg lohnt es sich, ein paar Minuten deiner wertvollen Aufmerksamkeit für diesen Artikel zu investieren.

In einer Welt, in der wir jeden Tag immer mehr Reizen, Ablenkungen und Herausforderungen ausgesetzt sind, ist eine stabile, innere Mitte und Ruhe überlebensnotwendig. Meditation hilft dir, deinen Fokus und deine Konzentration auf das Wesentliche in deinem Leben zu trainieren.

In unseren Seminaren und Kursen hat Meditation deshalb einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt kaum eine andere Methode, die so einfach und auf so vielen Ebenen wirksam und überall ausführbar ist. Du musst dafür keiner Religion angehören. Du musst an nichts glauben und benötigst auch keine Räucherstäbchen. Alles, was du dafür brauchst, ist eine Einsicht in die Notwendigkeit, eine profunde Einführung in das Thema; die Bereitschaft, zu üben, und deinen Atem. Wir helfen dir mit diesem Artikel, wie du gut und erfolgreich meditierst und welche Meditationsformen es gibt.

Alle Antworten, nach denen du suchst, warten jetzt bereits in der Stille auf dich.
Veit Lindau

2. Was ist Meditation?

Meditation ist zum einen ein Überbegriff für sehr viele verschiedene Methoden der Entspannung und Besinnung. Meditation hat seine religiösen und kulturellen Wurzeln im Buddhismus und Hinduismus, deren größtes Ziel die Erleuchtung und das All-Eins werden im Nirwana ist. Östliche Mönche saßen oft stundenlang regungslos auf einer Stelle und sprachen während ihrer tiefen Meditationen sehr achtsam Mantras, z.B. das “Om Mani Padme Um”, um deren volle spirituelle Kraft zu entfalten.

Aber auch in den abendländischen Traditionen galt Meditieren schon lange als spirituelle Praxis, z.B. die Kontemplation, bei der sich Mönche auf ein nicht materielles Thema fokussieren, um tiefe geistige Erkenntnisse zu gewinnen oder auch Gott näher zu kommen.

In der heutigen Zeit gewinnen mehr und mehr Ansätze an Bedeutung, welche die Schulung von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit und das Training von Präsenz im Hier und Jetzt in den Mittelpunkt stellen, ohne dabei auf einen religiösen oder spirituellen Kontext zurückzugreifen. Ein Beispiel ist das Autogene Training oder die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction MBSR), die von Jon Kabat-Zinn entwickelt wurde und durch sehr viele wissenschaftliche Studien bejaht wird. Solche glaubensneutralen Ansätze öffnen das schöne und so wertvolle Thema Meditation für immer mehr Menschen.

Welche Meditationsarten gibt es?

 

  • Es gibt die klassische Achtsamkeitsmeditation,
  • geführte Meditationen (die eigentlich Trance-Reisen heißen müssten),
  • Tanz-Meditationen,
  • Atem-Meditationen,
  • dynamische Meditationen,
  • transzendentale Meditation

Es ergibt also Sinn, dir im Vorfeld die Frage zu stellen: Warum möchte ich meditieren? Was genau möchte ich damit erreichen? Und was ist die passende Methode dafür?

Doch im Grunde genommen sind alle Meditationstechniken nur Wege hinein in den Zustand, den ich als zentrierte, wache, gelassene Präsenz in der Gegenwart beschreiben würde. So gesehen braucht es für jemanden, dessen Geist tief in diesem Zustand verankert ist, nicht einmal eine Praxis. Ganz normale und alltägliche Dinge, wie Geschirr abwaschen, Gespräche führen oder auch bewusster Sex können als Meditation erfahren werden. Und das sollte auch das Ziel sein. Eben nicht nur 20 Minuten still auf deinem Meditationskissen zu sitzen, sondern dein ganzes Leben intensiver und bewusster zu erfahren.

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3. Wann bist du für Meditation bereit?

Auch wenn der eigentliche Zustand der Meditation sehr einfach, klar und natürlich ist, können wir auf dem Weg dahin einigen Widerständen begegnen. Zum Beispiel innerer Unruhe, Ungeduld, Trägheit oder auch Wut. Um diese Herausforderungen zu meistern (was sich absolut lohnt) braucht es ein Mindestmaß an Motivation.

Jack Kornfield hat es einmal sinngemäß so beschrieben: Erst wenn du erkennst, wie groß das Ausmaß an Leid ist, den ein nicht zentrierter Geist (die Buddhisten nennen dies den Monkey Mind, den wildgewordenen Affengeist) für dich und andere kreiert, bist du bereit, Meditation zu erlernen.

Mit anderen Worten, du brauchst ein schmerzhaftes Problem bzw. eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit und Erwachen, um der Kunst der Meditation mit ausreichend Respekt zu begegnen.

Was sagt die moderne Wissenschaft über Meditation?

 

Die positiven Effekte von Meditation wurden mittlerweile in über 1000 veröffentlichten Studien an renommierten Universitäten weltweit dokumentiert. Folgendes gilt als bewiesen:

 

  • Regelmäßige Meditation fördert deine geistig-seelische Gesundheit.
  • Meditation baut Spannungen ab, stärkt Willenskraft und Lebensfreude.
  • Meditation erhöht die Kreativität und die Intelligenz. Sie verbessert Lernfähigkeit, Gedächtnis und die Fähigkeiten, Probleme zu lösen. Das Gehirn wird regelrecht trainiert und zur Weiterentwicklung angeregt.
  • Meditation reduziert Stress, Angst, Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte.
  • Meditation stabilisiert das autonome Nervensystem und stärkt unsere Resilienz, also die Widerstandskraft.
  • Meditation wirkt positiv hemmend bei Nikotin- und Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch.
  • Meditation stärkt signifikant das Immunsystem, verbessert die Schlafqualität, fördert die Kreativität.
  • Meditation stoppt bzw. verzögert den biologischen Alterungsprozess und erhöht die Lebenserwartung.
  • Meditation wirkt sich auch auf unsere Arbeitsqualität aus: Wir arbeiten erfüllter, präsenter, effizienter. Unsere Teamfähigkeit wirkt gestärkt.

Meditation, Lebenszeit und Verliebtheit

Noch ein bedeutsamer Effekt: Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich mit zunehmendem Alter das Gefühl einstellt, Zeit würde schneller verfliegen? Zeitforscher haben dafür eine einleuchtende Erklärung gefunden: Je länger wir leben, desto mehr Abläufe speichern wir als gewohnte Routinen ab und nehmen sie deshalb nicht mehr bewusst wahr. Wir verschlafen sie regelrecht. Dadurch vergehen die Tage gefühlt schneller.

Das Training der Meditation bringt dich in den Zustand des sogenannten Anfängergeistes. Das heißt du lernst, alles wieder staunend, wie neu zu erleben. So erlebst du deine Lebenszeit wesentlich intensiver und dadurch länger. Du wirst dich aber auch immer wieder neu in dich, deine Liebsten und die Wunder deines Alltags verlieben.

Was passiert bei Meditation im Gehirn?

 

  • Das Gehirn lernt, vereinfacht ausgedrückt, leichter und länger andere Frequenzen als unsere alltägliche Beta Frequenz einzunehmen. Diese umfasst Logik, lineares Denken, Tun, Machen.
  • Die Alpha-Frequenz fördert Flow-Zustände und Kreativität.
  • Theta ist eine heilende Frequenz, die zugleich den Zugang zum Unterbewusstsein und zu unserer intuitiven Frequenz stärkt.
  • Gamma steht für Mitgefühl, All-Eins-Sein, aber auch für Potenzialentfaltung. Delta erreichen wir in sehr stillen Momenten. Eine unglaublich wohltuende, nährende Erfahrung, die wir normalerweise nur im Tiefschlaf und hier auch nur unbewusst erreichen.
  • Die Großhirnrinde wird dicker. Besonders der präfrontale Cortex, das Zentrum unserer Willenskraft, wird gestärkt.
  • Die grauen Zellen im Hippocampus verdichten sich. Der Hippocampus steht für Bewusstsein, Mitgefühl und Selbst-Einsicht.
  • Das Stresslevel sinkt. Angst, Schmerz werden weniger intensiv wahrgenommen.

Warum meditiert dann nicht jeder?

Meditation zu erlernen ist praktisch zwar sehr einfach, doch innerlich sind einige Hürden zu passieren. Dafür braucht es ein tieferes Verständnis für die Vorgänge und eine gute Einweisung. Es ist relativ schwierig, Meditation nur mit Hilfe eines Buches zu lernen. Ein | e Meditationslehrer | in ist sehr hilfreich, denn er | sie kann dich ein Stück auf deinem Weg begleiten und dir helfen, eventuell auftretende Phänomene besser zu verstehen und anzunehmen.

Von deiner Seite braucht es, besonders am Anfang, die Bereitschaft, auch Durststrecken in Kauf zu nehmen, in denen es langweilig oder sogar unangenehm werden kann.

Das alles lohnt sich absolut! Die Wohltaten einer regelmäßigen Meditation sind enorm.

Es gibt sehr viele verschiedene Meditationstechniken. Es lohnt sich, zur Vorinformation Bücher darüber zu lesen oder im Internet zu stöbern.

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Artikel zum Thema Meditation

4. Meditation lernen | eine Anleitung für Beginner

Ich kann aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen die klassische, buddhistische Achtsamkeitsmeditation, Vipassana, weiterempfehlen. Diese unterrichten wir auch in unseren Seminaren. Vipassana heißt, zu lernen, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind.

Diese Meditation aus dem Buddhismus schult deine Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit, um sie dann für eine tiefgreifende Betrachtung und Erforschung der eigenen körperlichen und geistigen Realität einzusetzen. So entwickeln sich langfristig Einsicht und Gleichmut. Negative Verhaltensmuster, wie zum Beispiel Verspannungen, Ärger, Gier, Angst und Ungeduld, können nach und nach abgebaut und positive Qualitäten, wie Ausgeglichenheit, Toleranz, Großzügigkeit und Mitgefühl, entwickelt werden.

Veit Lindau Meditation

Meditation für Anfänger | innen

Klassisch meditierst du im Sitzen, bzw. im Schneidersitz. Wenn das unangenehm für dich ist, dann setze dich bitte auf ein Meditationskissen. Am besten suchst du einen ruhigen Ort auf, an dem du deine Augen beruhigt schließen kannst.

Entweder denkst du während des Meditierens an möglichst gar nichts oder du fokussierst dich auf ein Bild oder eine Sache, z.B. auf deine Atemzüge. Falls “störende” Gedanken aufkommen sollten, dann begrüße sie freundlich und verabschiede sie wieder. Versuche es einfach, Übung macht auch hier den Meister | die Meisterin.

Welche Meditation ist für dich geeignet?

Wenn du wirklich motiviert bist, in den Zustand des stillen und klaren Geistes zu kommen, wirst du auch die für dich geeignete Methode finden. Probiere ruhig verschiedene Wege aus, bevor du dich entscheidest. Vielleicht sitzt du jeden Tag zweimal eine halbe Stunde. Vielleicht tanzt du oder malst du.

Doch nach einer gewissen Testphase solltest du dich festlegen. Dann gib der gewählten Technik mindestens drei Monate Zeit, ihre volle Wirkung zu entfalten. Mixe sie nicht mit anderen Ansätzen und lass dich nicht zu schnell entmutigen, wenn es nicht gleich so funktioniert, wie du denkst, dass es gehen soll!

Geführte Meditation | was ist anders?

Wie bereits gesagt, sind geführte Meditationen eigentlich angeleitete Trance-Reisen. Die Stimme eines Sprechers oder einer Sprecherin lädt dich ein, dein Bewusstsein mit geschlossenen Augen zu erkunden. Geführte Meditationen sind auf ihre Weise sehr hilfreich. Gerade sehr gestressten Menschen ermöglichen sie, erst einmal gut runterzukommen und in eine stille Trance oder Selbsthypnose zu gleiten.

Manchmal kann es passieren, dass du währenddessen einschläfst, dann wird sich die Stimme an dein Unterbewusstsein richten, das auch im Schlaf Informationen aufnehmen kann. Aus dieser sehr tiefen Trance wirst du anschließend erfrischt und gestärkt aufwachen.

Geführte Meditationen können dir helfen, Antworten auf wichtige Fragen deines Lebens zu finden, deine Selbstheilungskräfte aktivieren und sie können tatsächlich auch in einen meditativen Zustand führen, in dem Form und Gedanken sich teilweise auflösen. Hierfür sind nicht nur die gesprochenen Worte, sondern die Frequenz der Stimme verantwortlich.

Aus welchem inneren Raum spricht die Begleitperson? Meine geführten Meditationen kommen häufig aus dieser Stille und laden den Geist des | der Reisenden auch dorthin ein. Denn letztendlich ist diese tiefe Ebene deiner Essenz der Raum, dem alle Weisheiten und alle Heilung entspringt. Ganz salopp: am besten einfach ausprobieren und erfahren, wie es sich anfühlt.

Tipp: Viele meiner geführten Meditationen findest du in meinem Podcast.

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5. Tipps & Bücher

 

  • KRAFT DER STILLE. Wir geben in unseren „Kraft der Stille” Seminaren viertägige effektive Einführungen und Vertiefungen in diese Meditationsart. Dieses Seminar ist für Menschen empfehlenswert, die sich nicht so lange frei nehmen können. Siehe im Eventkalender auf dieser Seite.
  • MEDITATIONSKURS ONLINE. Auf unserer Plattform homodea.com findest du die vollständige Aufzeichnung eines Meditationstrainings: Kraft der Stille. Du kannst es daheim durchführen und du bekommst über 50 geführte Meditationen. www.homodea.com
  • VIPASSANA. Einen sehr guten, aber auch herausfordernden Einstieg bietet ein zehntägiger Kurs im Vipassana-Zentrum „Dhamma Dvāra“ in Triebel. Diese Kurse finden auf Spendenbasis statt. https://www.dhamma.org/de/
  • MBSR. Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion „Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR“ wurde von Jon Kabat-Zinnin aus der Achtsamkeitsmeditation zur Stressbewältigung entwickelt und wird weltweit in Kursen unterrichtet. Hier findest du einen Überblick über Angebote im deutschsprachigen Bereich. https://www.mbsr-verband.de/

 

Bücher zum Thema Meditation:

 

  • Meditation für Anfänger + CD mit 6 geführten Meditationen für Einsicht, innere Klarheit und Mitempfinden, von Jack Kornfield.  https://amzn.to/2jNJebw
  • Meditation für Skeptiker: Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst, von Ulrich Ott. https://amzn.to/2SgFNXn
  • Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren: Wie Meditation das Gehirn und das Leben verändert, von James Kingsland. https://amzn.to/2ScOoum
  • Jetzt! Die Kraft der Gegenwart, von Eckhart Tolle. https://amzn.to/2jPdJO0

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Termine unserer Veranstaltungen zum Thema Meditation

Seelengevögelt - Ein Manifest für das Leben.

VEIT LINDAU

DEIN REALIZER

Veit ist in allererster Linie ein Mensch wie du. Er begreift dieses Leben als eine unendlich kostbare Chance, herauszufinden, wer wir sind, wofür wir hier sind und was für uns möglich ist.

Er gilt im deutschsprachigem Raum als führender Experte für eine integrale Selbstverwirklichung des Menschen.

Veit ist ein gelebtes Paradox. Er wirkt bodenständig-visionär, liebevoll-provokativ, als Mystiker & Unternehmer, als Freigeist & Reformer, in den Rollen Trainer, Speaker und Autor.

Er ist gut für dich, wenn du weißt, da geht noch mehr!

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