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Die Sache mit der Konkurrenz

Author Veit Lindau
Date 02 Jan 2016
Die Sache mit der Konkurez Veit Lindau Blog

Gestern bekam ich von mehreren Seiten einen Hinweis auf eine Coaching Plattform, die zufällig oder nicht,  in Struktur und Wortwahl wie eine Kopie unseres humantrust aussieht. Ein Freund fragte mich, wie wir damit umgehen.

konkurrenz
Gestern bekam ich von mehreren Seiten einen Hinweis auf eine Coaching Plattform, die zufällig oder nicht,  in Struktur und Wortwahl wie eine Kopie unseres humantrust aussieht. Ein Freund fragte mich, wie wir damit umgehen. Da das Thema „Konkurrenz“ in Beratungen mit meinen Business-Klienten auch immer wieder heiß diskutiert wird, nutze ich die Gelegenheit, um einige Gedanken dazu mit euch zu teilen.

Natürlich habe ich erstmal gezuckt. Doch ich wusste auch, dass es so kommen musste. Denn was wir machen, ist gut und schlägt Wellen. Dann habe ich tief durchgeatmet und mich gefragt: „Was ist das Geschenk?“ Denn spannend ist nicht, was die anderen machen, sondern wie du reagierst. In Angst und Kleinheit oder Vertrauen und Größe?

Konkurrenz ist natürlich, gut und gesund.

  1. Es ist ein gutes Zeichen, wenn dich jemand kopiert. D.h., du machst etwas richtig. Das solltest du feiern.
  2. Es ist eine wertvolle Einladung an dich, ehrlich zu hinterfragen, worum es dir primär geht. Profit oder das Wohlergehen deiner Kunden? Mal angenommen, jemand bietet deine Dienstleistung wirklich besser an als du. Solltest du dann nicht so erwachsen sein, dies anzuerkennen und es als sportliche Herausforderung sehen, dein Angebot zu optimieren? Wenn du richtig groß denkst, solltest du dich für deine Kunden freuen, wenn sie woanders im Augenblick besser bedient werden.
  3. Konkurrenz schärft deine Position. Sie gibt Menschen die Möglichkeit zu vergleichen. Eine starke Marke verträgt Gegenwind. Steve Jobs hat einen Bill Gates gebraucht, um die Besonderheit der Apple-Produkte noch deutlicher leuchten zu lassen. Behandle deine Kunden nicht wie unmündige Kinder, die überredet werden müssen. Sie sind wache Erwachsene, die sehr wohl in der Lage sind, den für sie wichtigen Unterschied zu erkennen. Und wenn sie sich für das andere Angebot entscheiden? Vertrau. Paradoxerweise sind selbst die, die sich „gegen“ dich entscheiden, Werbung für dich. Sie suchen eh etwas anderes. Ihr „Nein“ dir gegenüber macht dich noch sichtbarer für die, die GENAU nach dir suchen.
  4. Konkurrenz hält wach. Nichts ist für deinen Erfolg tödlicher, als die Illusion, du wärest der einzige, tollste, beste… mit deinem Angebot. Evolution nutzt Konkurrenz, um das Leben permanent weiter zu entwickeln.
  5. Lass dich nicht auf einen Preiskampf ein. Den kannst du dir nur leisten, wenn du ein Produkt in großer Menge herstellst. Als Selbstständiger blutest du auf Dauer aus, wenn du deinen Preis immer wieder herunter schraubst, um Kunden zu halten. Das ist defensives, angstbesetztes Verhalten. Es schwächt deine Selbstachtung und deine Kreativität. Investiere nach vorn. In die Optimierung deines Angebotes und ein kristallklares Marketing. Wenn du gut bist, in dem, was du tust und dich damit transparent, selbstbewusst und wirksam auf dem Marktplatz positionierst, dann werden dich die, die genau nach dir suchen, auch genau zu dir kommen. Sie werden dich nicht primär nach dem Preis aussuchen, sondern wegen deinem maßgeschneiderten Angebot UND ganz wichtig: weil sie sich auf einer tieferen Sinn- und Werte-Ebene mit dir verbunden fühlen.
  6. Vergleich dich nicht zu viel. Es gibt Kopien und echte Marken. Kopierer entwickeln von außen nach innen. Sie schauen, was läuft und bauen es nach. Wenn du mich fragst: Für mich wäre das auf Dauer ganz schön blutleer. Echte Marken lassen sich von ihren Mitbewerbern inspirieren, doch letztlich werden sie von einem inneren Feuer angetrieben. Sie haben etwas in sich gefunden, was raus muss. Sie leben von innen nach außen. Wenn ich dir einen Tipp geben kann: Konzentriere dich darauf. Auf deinen inneren Ruf. Auf dein Feuer. In jedem Menschen gibt es einen riesigen, einzigartigen Schatz an Kreativität. DAS macht dich einzigartig. Lange nachdem Menschen vergessen haben, was sie mit dir geteilt haben, werden sie sich noch daran erinnern, wie sie sich mit dir gefühlt haben.
  7. Be smart. Betreibe smartes, authentisches Marketing. Der Satz: „Was gut ist, setzt sich durch, ist leider nur die halbe Wahrheit.“ Es fehlt: „…wenn es wahrgenommen wird.“ Wenn du etwas anbietest, was wertvoll ist, ist es deine Pflicht, es intelligent und angemessen sichtbar zu machen. Lass dir von denen mit einer größeren Klappe nicht die Butter vom Brot nehmen. Du musst nicht laut herumschreien. Doch es ist wichtig, dass du genau herausarbeitest, was du zu geben hast und was dich besonders macht.
  8. Menschen folgen ihren Bedürfnissen. Wenn du willst, dass sie zu dir kommen, erfülle sie. So einfach. 😉

Be brave. Be bold. Be yourself!

PS. An alle, die eher an Kooperation, als an Konkurrenz interessiert sind: humantrust ist keine „Einzelshow von Andrea und Veit“. Wir haben Lust, daraus eines der größten, sinngetriebenen Online-Universen aufzubauen, die es gibt. Das heißt: Viel Raum zum Spielen und Entfalten für viele Menschen. Wir haben Bock, gemeinsam etwas Großes zu entwickeln. Also, wenn du das Rad nicht zum zweiten Mal erfinden willst, kontaktiere uns. Vielleicht erfinden wir zusammen etwas, was es noch nie gab.

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